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Storytelling im Museum

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Schreibmaschine tippt Storyline über Ausstellungsobjekte für Storytelling im Museum

Gekonnt eingesetzt ist Storytelling ein kraftvolles Instrument in jeder Form der Unternehmenskommunikation. Warum Storytelling nicht bloß ein weiteres Buzzword, sondern eine sinnvolle Methode für die wirksame Informationsvermittlung in Museen ist, klären wir in einem ersten Schritt. Danach geht es ans Eingemachte! Wir sehen uns an, wie du Storytelling im Museum konkret umsetzen kannst und so ein spannendes Museumserlebnis erschaffst.

Kapitelübersicht

Was ist Storytelling? 

Warum ist Storytelling im Museum sinnvoll? 

Wo kann Storytelling im Museum eingesetzt werden? 

Wie kann ich Storytelling im Museum umsetzen? 

Fazit: Storytelling erschafft ein zugängliches, erinnerungswürdiges Museumserlebnis 

Was ist Storytelling?

Beim Storytelling werden durch den Einsatz von Geschichten oder narrativen Elementen Informationen vermittelt. Diese Informationen können ganz unterschiedlicher Natur sein. Sei es ein Produkt, eine Idee oder historische beziehungsweise wissenschaftliche Fakten – Storytelling vermittelt all dies mithilfe von lebendigen und bildhaften Erzählstrukturen anschaulicher.

In der Werbung – man denke nur an einen der unzähligen Werbespots von Waschmittelherstellern – scheint Storytelling trivial: Eine sympathische Heldenfigur wird erfunden, die durch ein Produkt die Lösung für ein Problem findet. Diese, wenngleich sehr überspitzte, Vorgehensweise kann in Museen nicht 1:1 übertragen werden, aber das Ziel ist dasselbe: Informationen und Museumsinhalte sollen ebenso wie die Marke des Waschmittelherstellers durch den Einsatz von Storytelling in Erinnerung bleiben, indem die emotionale Ebene der Rezipienten angesprochen wird.

Warum ist Storytelling im Museum sinnvoll?

Als Stilmittel ist das Erzählen von Geschichten universell einsetzbar. Warum soll Storytelling nun aber ausgerechnet im Museum besonders sinnvoll sein? Stell dir vor du besuchst ein Kunstmuseum. Würdest du gerne lauter aneinandergereihte Fakten über zehn verschiedene Künstler*innen, deren Wohn- und Arbeitsorte sowie die Maltechniken erhalten? Oder die Informationen lieber eingebettet in anschaulichen Zusammenhängen nähergebracht bekommen – und dabei zum Beispiel erfahren, welche heimliche Liebe als Muse für diesen einen Künstler fungiert hat? Genau! Museumsbesucher*innen wollen auf unterhaltsame Weise mehr über die Ausstellungsinhalte erfahren. Einen erlebnisreichen Museumsbesuch kann man wahrscheinlich leicht erschaffen, es bleibt die Frage, ob er positiv oder negativ in Erinnerung bleibt.  

Storytelling bietet also aus mehreren Gründen einen qualitativen Mehrwert: 

1. Geschichten sind interessant

Menschen lieben Geschichten. Sei es eine Erzählung am Lagerfeuer, ein Märchen vor dem Einschlafen oder eine lustige Anekdote in der Bar mit Freunden. Geschichten machen Spaß. Sie laden dazu ein, einer Handlung zu folgen, sich mit den Akteurinnen und Akteuren zu identifizieren und neue Welten zu entdecken. Museen halten riesige Wissenswelten bereit, die erkundet werden wollen. Mit der richtigen Narration wird die Neugier der Besuchenden geweckt, die Aufmerksamkeitsspanne hochgehalten und der Museumsbesuch zu einem noch eindrücklicheren Erlebnis. 

Spannendes Storytelling im Museum durch das Erzählen von Geschichten

2. Storytelling erleichtert die Zugänglichkeit

Auf der einen Seite lädt Storytelling die Verfasser*innen von Ausstellungstexten dazu ein, gezielt über den eigenen wissenschaftlichen Horizont hinauszublicken und sich in das Zielpublikum hineinzuversetzen. Außerdem regt es dazu an, sich auf die besonders relevanten Aspekte der Ausstellungsobjekte oder der Geschichte zu fokussieren und diese sorgfältig aufzubereiten. Dadurch können Inhalte auf der anderen Seite auch für die Besuchenden besonders zugänglich gestaltet werden, weshalb Storytelling ein wichtiges Instrument bei der verständlichen Vermittlung kultureller Inhalte ist. Eine gut durchdachte Storyline hilft zudem dabei, die Relevanz von Informationen besser einordnen zu könne, was nicht zuletzt in Museen mit besonders vielen Ausstellungsobjekten von Vorteil ist.

3. Geschichten bleiben länger im Kopf

Mehrere Studien zur Besucherforschung in Museen belegen: Die Hauptmotivation zu einem Museumsbesuch sind die Wissenserweiterung und die Unterhaltung.2 Und mal ehrlich… Wie viele der Informationen bleiben längerfristig hängen, wenn man aus den heiligen Hallen hinaus geschritten ist? Nicht ansatzweise so viele, wie man hoffen würden – und der Grund dafür ist einfach: Fakten sind schwer zu merken, vor allem wenn sie in hoher Dichte aufeinander folgen. Durch das Einbetten in eine Geschichte bleiben Informationen erwiesenermaßen länger im Gedächtnis [3]. Zudem schafft Storytelling einen erlebnisreichen Museumsbesuch, der positiv in Erinnerung bleibt und kann somit einen spannenden Mehrwert für die Besucher*innen als auch für Museen bieten, die einen reichhaltigen und nicht zuletzt nachhaltig wirksamen Bildungsauftrag anstreben. Was ansprechend erzählt ist, macht außerdem Lust auf mehr.

Wo kann Storytelling im Museum eingesetzt werden? 

Man kennt Storytelling hauptsächlich aus dem Marketingbereich. Im Museum ist der Einsatz dieser Methode vor allem direkt in den Ausstellungen interessant. Hier bieten narrative Elemente bei der Ausformulierung von Wandtexten, Objektbeschreibungen, Ausstellungskatalogen und in Audioguides einen spannenden Mehrwert.   

Natürlich ist es auch für die Außenkommunikation ein attraktives Stilmittel. Über Storytelling kann ebenfalls eine Verbindung zwischen physischem Ausstellungsraum und der digitalen Präsenz eines Museums (z. B. auf der Website) hergestellt werden. 

Oft stellt sich auch die Frage, ob das eigene Museum oder eine spezifische Ausstellung überhaupt geeignet ist, um Storytelling anzuwenden. Storytelling funktioniert grundsätzlich in jeder Art von Museum und Ausstellung! Dabei kommt es, wie fast immer, auf das Wie an. Deshalb schauen wir uns im Folgenden nun Möglichkeiten zur Implementierung von Storytelling in den Ausstellungsräumen an.  

wandtexte im verhaeltnis zu sprechertexten im museum

Wie kann ich Storytelling im Museum umsetzen?

Die Kunst des musealen Storytellings liegt darin, Ansatzpunkte für Geschichten zu finden, die den Ausstellungsobjekten inhärent sind. Nutze die Geschichten, die schon da sind! Statt mühselig irgendwelche Narrationen zu erfinden und einer Ausstellung überzustülpen, lohnt es sich, aus dem inhaltlichen Potenzial der Sammlungs- und Ausstellungsbestände heraus eine Storyline zu entwickeln. Neben fiktiven Geschichten können auch reale Begebenheiten erzählerisch aufbereitet werden. Dies ist für ein lebendiges Storytelling im Museum besonders interessant. 

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